Messehighlights

Mobile Roboter zur Inspektion von Unglücksstellen

Das Forschungszentrum L3S der Leibniz Universität Hannover entwickelt Radartechnik für mobile Roboter. Das Ziel des Projektes SmokeBot ist die Verbesserung der Wahrnehmung in rauen Umgebungsbedingungen wie Regen, Schnee, Nebel, Rauch oder Staub. Das Anwendungsfeld des entwickelten Systems ist die Unterstützung und der Schutz bei Feuerwehr- und Bergungseinsätzen. Mit der Entwicklung neuer Sensoren und Datenverarbeitungsmethoden werden immer weitere Einsatzszenarien erschlossen. Die neueste Generation der Radartechnik beispielsweise ist in der Lage, hochauflösend durch starken Rauch oder sogar in das Innere von Objekten zu schauen.

Digitale Bildung: 3D-Druck von Blütenmodellen im schulischen Kontext

Am Institut für Botanik der Leibniz Universität Hannover werden mittels CAD-Programm biologische Strukturen modelliert. Zum Beispiel werden verschiedene Blütenmodelle designt und mit einem 3D-Drucker gefertigt. Die additiv gefertigten Modelle bieten neben einer massiven Kostenersparnis im Vergleich zur Anschaffung von konventionellen Modellen weitere Vorteile: einfache Reproduzierbarkeit, stufenlose Skalierbarkeit und leichte Reparatur. Das Verfahren ermöglicht Schülerinnen und Schülern das selbständige Modellieren biologischer Strukturen. Hierfür wurde zusätzlich ein geeignetes Unterichtskonzept entwickelt, das die entsprechenden Kompetenzen vermittelt.

Zukunft der Mobilität: HyperPodX unter den Weltbesten

In Rahmen der „Hyperloop Pod Competiton III“ 2018 entwickelt ein studentisches Team der Universität Oldenburg und der Hochschule Emden-Leer bodengebundenes Reisen bis 1.200 km/h. Der HyperPod X ist ein autonom fahrendes System, das in einer magnetisch schwebenden Transportkapsel im Vakuum bei minimalem Luftwiederstand betrieben wird. Ziel des diesjährigen Wettbewerbs ist das Beschleunigen, auf 500 km/h auf nur 600 m Strecke, sowie das sicherer Navigieren und Bremsen. Neben dem Studiengang Engineering Physics sind auch Informatiker, Maschinenbauingenieure, Elektroingenieure und Wirtschaftswissenschaftler interdisziplinär an dem Projekt beteiligt.

InProLyzer – Die nächste Generation der Prozessanalytik

Mit dem von der Carl von Ossietzky Universität am Institut für Chemie entwickelte Sensorsystem InProLyzer können viele gelöste Inhalts- und Schadstoffe kontinuierlich in einem breiten Messbereich (ng/L bis g/L) direkt im Prozess gemessen werden. Durch die modulare Bauweise können maßgeschneiderte Lösungen für die Messung nahezu aller Substanzen wie Schwermetalle, Medikamente oder Süßstoffe durchgeführt werden. Permanente Erfassung und Auswertung von Messwerten hebt die Überwachung, Steuerung und Optimierung von produktionstechnischen Prozessen auf eine neue Stufe. Dies ermöglicht sowohl eine umfassendere Qualitätssicherung als auch Kostenersparnisse im Prozess.

myphotonics - Open Source Komponenten für die Photonik

Die von der Universität Osnabrück entwickelte myphotonics ermöglicht Eigenentwicklungen auf Basis von optomechanischen und photometrischen open source Komponenten, die sich schnell und kostengünstig nach- bzw. umbauen lassen. Im Gegensatz zu kommerziellen Systemlösungen weist myphotonics eine hohe Konstruktions-Flexibilität auf. Es bietet Unterstützung unter Verwendung von open source Komponenten (LEGO®, fischertechnik®, Arduino®, Rasperry PI®,etc.), die sich schnell und kostengünstig nach- bzw. umbauen lassen. Das Portfolio umfasst Konstruktionsvorschläge für optomechanische und motorisierte Komponenten, Elemente zur Schwingungskontrolle und Komponenten für die Lasersicherheit.

Maßgefertigt: Patientenindividueller 3-D-Druck des Cochlea-Implantats

Für die Fertigung patientenindividueller Cochlea-Implantate haben die Forscher der HNO-Klinik der MHH und ihres Exzellenzcluster Hearing4all ein Verfahren zur additiven Fertigung (3D-Druck) von Silikonstrukturen aus medizinisch zugelassenem Silikonkautschuk entwickelt. Der neue Demonstrator einer echten Silikon-Druckmaschine ist Weltspitze. Mit aller zugehöriger Mess- und Regelungstechnik berücksichtigt er die komplette Prozesskette vom Bilddatensatz des Patienten bis zum 3D-gedruckten Bauteil. Gleichzeitig ist es den Forschern gelungen, flexible Leitbahnen in den Silikondruckprozess zu integrieren. Eine Neuheit in der Materialverarbeitung stellt die erstmals angewandte Vernetzung von Silikonkautschuk unter dem Einfluss von Laserstrahlung dar.

Flexible Handhabung für eine effizientere Produktion und Logistik

Die einzigartige FORMHAND®-Technologie erlaubt die Handhabung vieler verschiedener Objekte mit unterschiedlichen Geometrien. Selbst luftdurchlässige und poröse Objekte-, wie Textilien, sind für die Greifer von FORMHAND® kein Problem. Statt wie bisher einen Greifer pro Bauteil nutzen zu müssen, können nun verschiedene Bauteile zu Gruppen zusammengefasst werden. Diese Gruppen lassen sich mit nur einem FORMHAND®-Greifer handhaben. Investitionen in eine Vielzahl verschiedener Greifer sind damit nicht mehr notwendig. FORMHAND® ist ein Spin-off aus dem Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik der Technischen Universität Braunschweig.

Holistic – Engineering next generation business games

Das Gründungsvorhaben “BeSu” entwickelt am Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik der Technischen Universität Braunschweig die Software HOLISTIC auf Basis mehrere Forschungsprojekte. Was PowerPoint für die klassische Frontalpräsentation ist, wird HOLISTIC für Serious Games sein: Ein leicht zu bedienendes, weit verbreitetes Standardwerkzeug für Lehrende, Dozenten und Trainerinnen. Ziel ist es, sich den Herausforderungen der Digitalisierung und Industrie 4.0 für produzierende Unternehmen zu stellen. Mit der Software sollen Kompetenzen an Fach- und Führungskräften in geeigneten Formaten der Aus- und Weiterbildung vermittelt werden.

MS Multi Mat – Mikrosysteme auf Basis multifunktionaler Materialverbunde

Das Kooperationsnetzwerk „Mikrosysteme auf Basis multifunktionaler Materialverbunde“ am Clausthaler Zentrum für Materialtechnik ist ein starker Verbund von Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Ziel ist es, die Entwicklung und Herstellung von Mikrosystemtechnikprodukten aus multifunktionalen Materialverbunden für u.a. die Medizintechnik, Material- und Prozesstechnik voranzutreiben. Die Kompetenzgebiete von MS Multi Mat umfassen die fünf Bereiche Sensorik, Materialverbunde, Oberflächentechnik, Mikrospritzguss und Additive Fertigung.

Natürlich leicht: Nachwachsende Rohstoffe für die Mobilität von morgen

Aufgrund des wachsenden Interesses an Leichtbaustrukturen und nachwachsenden Werkstoffen, hat das Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover innovative Biohybridstrukturen entwickelt. Diese ermöglichen die Reduzierung ressourcenintensiver Carbonfasern in der Fertigung und ermöglichen gleichzeitig Komponenten in Leichtbauweise. Vorteile sind z.B. der geringere Energieverbrauch durch weniger Gesamtgewicht. Einsatzgebiete liegen u.a. in der Automobil- und in der Luftfahrtindustrie, wo Naturfaserverstärkte Kunststoffe (NFK) aufgrund ihrer mechanischen Eigenschaften eine attraktive Lösung für leichte und stabile Bauteile bieten.

Portable KWK-Einheit für E-Fahrzeuge & Wohngebäude

Im Projekt „Skalierbarkeit mobiler mikro-BHKWs“ wurde am Institut für Konstruktionselemente, Mechatronik und Elektromobilität von der Hochschule Hannover ein Konzept für ein portables mikro-BHKW entwickelt, das thermische und elektrische Energie erzeugt. Im E-Fahrzeug fungiert dieses Konzept als Range Extender (RE) mit Kraft-Wärme-Kopplung zur Bereitstellung von thermischer Energie für die Konditionierung der Traktionsbatterie und des Fahrgastraumes. Im Gebäude dient das BHKW als temporär stationär betriebenes BHKW zur Deckung der Bedarfe für Heizung, Warmwasserbereitstellung und elektrische Verbraucher.

Optipeds. Projektierung von Pedelec-Verleihsystem

Welche Faktoren bestimmen den Erfolg eines Pedelec-Verleihsystems? Zur Kundenzufriedenheit tragen neben dem konzeptionellen Aufbau des Systems und der einfachen praktischen Bedienung auch die Qualität der Pedelecs und der Fahrkomfort bei. Die Fakultät für Elektrotechnik der Hochschule Hannover hat Datenlogger entwickelt, die in 75 Verleihpedelecs von 'PedsBlitz' eingebaut sind. Durch die Auswertung der Daten werden Belastung und Beanspruchung der Pedelecs bestimmt, um das 'geeigneteste Pedelec' für den Verleih zu charakterisieren. Ein Beitrag zur Wachstum der Elektromobilität in der Stadt.

Remote Maintenance Demonstrator in Smart Factory

Das Kompetenzzentrum Industrie 4.0 der Hochschule Osnabrück präsentiert Realisierungen zur Mensch-Roboter-Kollaboration in seiner Smart Factory – und wie man dort hinkommt. Am Beispiel einer Frontscheinwerfermontage der Mercedes E-Klasse wird das Zusammenspiel von Mensch und Roboter verdeutlicht. Die bewusste zeitgleiche Interaktion von Mensch und Roboter in einem gemeinsamen Arbeitsraum verlangt detaillierte, aufeinander abgestimmte Planungsschritte im Simulator und an der realen Anlage, um entsprechende Montageszenarien umsetzen zu können.

Smart Services mit Datenbrillen und Augmented Reality

Das Spin-Out Unternehner der Hochschule Osnabrück „Bitnamic GmbH“ entwickelt Smart-Service-Lösungen für die Industrie, um klassische Serviceprozesse zu digitalisieren. Das Kernprodukt des Unternehmens ist „Remote Maintenance Assistance“ (RMA) - eine mobile einsetzbare, videogestützte Servicelösung. Bei komplexen Maschinen und Anlagen wird im Inspektionsfall häufig das Spezialwissen von Experten weltweit benötigt. Mit RMA bringt die Bitnamic GmbH dieses Wissen ohne Zeitverlust zum Techniker an die Maschine, um Inspektions- und Stillstandzeiten sowie Reisekosten zu reduzieren.

Digitale Zwillinge zur Überwachung und Steuerung von Windparks

Absolventen der Jade Hochschule haben, in Kooperation mit der Volkswagen AG, eine Industrielösung entwickelt, die die Kontrolle des Arbeitsfortschritts und die Steuerung einzelner Arbeitspakete zum Aufbau eines Windparks und dessen Windenergieanlagen erlaubt. In Realzeit können nun erstmalig sowohl technische als auch betriebswirtschaftliche Informationen intelligent in einem Digitalen Zwilling zusammengeführt werden und mittels einer 3D-Brille realitätstreu visualisiert werden. Technische Informationen werden aus angeschlossenen Datenbanken extrahiert und mit vernetzten ERP- und BI-Systemen um betriebswirtschaftliche Informationen angereichert.

LightCurved – Innovativer Ladeboden für Fahrzeuge

Herkömmliche Ladeböden bestehen aus planaren Sandwichstrukturen. Der neuartige Ladeboden LightCurved, entwickelt von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, besitzt aufgrund seiner Formgebung eine noch höhere Steifigkeit und damit ein höheres Leichtbaupotential, weil die Lastpfade geschickt ausgenutzt werden. Die Querlasten werden als Membranspannungen in die Unterseite des Bodens eingetragen. Durch diesen Kraftfluss ist die Steifigkeit gegenüber konventionellen Ladeböden, wesentlich höher und bietet damit eine höhere Gewichtseinsparung.

Vokabularbasierte Datenintegration im Kontext Industrie 4.0

In Zusammenarbeit mit der Fraunhofer Gesellschaft und der WTI-Frankfurt eG befasst sich die Technische Informationsbibliothek in Hannover mit der Modellierung, Pflege und Integration fachspezifischer Ontologien und Vokabulare in industriellen Kontexten. Eingesetzt werden die Algorithmen zur Optimierung von Produktionsabläufen und Lieferketten. Eine Ontologie formalisiert dabei einen Wissensbereich mithilfe einer Einteilung in inhaltliche Klassen sowie Beziehungen und bestimmte Ableitungsregeln, die eine maschinelle Verarbeitung und den Austausch semantischer Informationen zwischen Anwendungsprogrammen und Diensten ermöglichen.

Digitale Fabrikplanung mit Drohne, Planungstisch und VR-Brille

Eine neue Fabrik planen: Das geht in Zukunft wesentlich schneller, einfacher und günstiger. Wissenschaftler am IPH arbeiten daran, den gesamten Fabrikplanungsprozess zu automatisieren und zu digitalisieren. Das beginnt mit der Fabrikanalyse. Künftig fliegt eine Kamera-Drohne durch die Fabrik, fotografiert und erstellt den Grundriss automatisiert. An einem digitalen Planungstisch lassen sich verschiedene Varianten dreidimensional darstellen. Das IPH hat eine Software entwickelt, die Fabriklayouts automatisch bewertet. Mit einer VR-Brille ist es möglich, sich in dem dreidimensionalen Layout zu bewegen.

Niedersachsens Partner für 3D-Druck

Niedersachsen ADDITIV – Zentrum für Additive Fertigung ist der Partner für niedersächsische Unternehmen. Es bietet Unterstützung um additive Fertigungsverfahren zu erforschen und in die Praxis umzusetzen, Prozesse serientauglich zu machen, neue Technologien in bestehende Produktionsprozesse zu integrieren. Niedersachsen ADDITIV identifiziert Innovationspotenziale, erforscht geeignete neue Verfahren sowie Werkstoffe und entwickelt Anlagen. Die Erkenntnisse werden direkt in die Wirtschaft transferiert. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Integration additiver Fertigungsverfahren in bestehende Produktionsprozesse.

Kreativ Additiv: LZH

Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) liefert kreative und überzeugende Lösungen für die additive Fertigung. Der Fokus des Forschungsinstituts liegt auf speziellen Anforderungen und Sondermaterialien. Das LZH arbeitet mit verschiedensten (Sonder-)Materialien, wie Magnesium, Nickel-Titan, Tantal-Niob, Glas und Polymeren. Zum Einsatz kommen lichtbasierte Verfahren wie Selektives Laserschmelzen, (einkristallines) Laserauftragschweißen, lasergestütztes Auftragschweißen sowie düsenbasierte Polymerverfahren und Stereolithografie. Die Einrichtung liefert lichtbasierte Lösungen für Einzelteilfertigung oder -reparatur bis hin zur kompletten Prozessentwicklung.

Prüfstand für Untersuchung und Entwicklung effizienter Wärmepumpen

Um Komponenten und Systeme dynamisch unter konfigurierbaren Randbedingungen untersuchen zu können, wird am Institut für Solarenergieforschung (ISFH) ein Labor-Prüfstand entwickelt. Der Prüfstand wird die Untersuchung und Weiterentwicklung der Wärmepumpentechnologie unter wissenschaftlichen Laborbedingungen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Wärmequellen und –senken ermöglichen. Die Auslegung erlaubt Wärmepumpen mit Heizleistungen bis zu 30 kW zu untersuchen - d.h. alle relevanten Wärme-Versorgungssituationen von Ein- und Mehrfamilienhäusern, unter Berücksichtigung multivalenter Wärmequellen.

Mensch-Roboter-Interaktion per Virtual Reality

In der Fabrik der Zukunft agieren Menschen und Maschinen ohne Sicherheitsschranken miteinander. Dies ist insbesondere für kleinere Fertigungsstätten enorm wichtig. Wichtige Zwischenschritte zeigt OFFIS am Beispiel einer Interaktion und Programmierung eines Roboterarmes über eine Virtual Reality-Brille. Neuartige Sensorik und Algorithmen werden es ermöglichen, die Interaktion zwischen Menschen und Maschinen ohne die heutzutage noch notwendigen, klassischen Sicherheitskonzepte umzusetzen. Hierdurch wird die Zusammenarbeit zukünftig massiv verbessert und so wird es möglich, echte Mensch-Maschine-Teams zu bilden.

Verfassungsschutz Niedersachsen

Der Arbeitsbereich Wirtschaftsschutz des niedersächsischen Verfassungsschutzes hat das Ziel, die Unternehmen für Gefahren zu sensibilisieren, Sicherheitsmaßnahmen zu initiieren und durch Prävention Schäden zu vermeiden und zu reduzieren. Losgelöst vom Strafverfolgungszwang werden für folgende Themen Beratungen angeboten: Wirtschafts- und Industriespionage, Cybersicherheit, Know-how-Schutz, Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie, Industrie 4.0, Geheimschutz in der Wirtschaft, Sicherheit auf Geschäftsreisen im Ausland, Innentäterproblematik und Social Engineering.